Eine Winterhochzeit in den Alpen ist etwas ganz Besonderes. Die verschneite Landschaft, das weiche Licht und die intime Atmosphäre schaffen Bilder, die man so nur in der kalten Jahreszeit bekommt. Nach über 16 Jahren hinter der Kamera möchte ich meine wichtigsten Erkenntnisse teilen.

Das richtige Licht nutzen

Im Winter steht die Sonne tief — und genau das ist ein Geschenk für die Fotografie. Die goldene Stunde dauert gefühlt den halben Tag. Das warme, seitliche Licht zeichnet weiche Schatten und lässt den Schnee glitzern.

Mein Tipp: Plant das Brautpaar-Shooting für den frühen Nachmittag. Zwischen 14 und 15 Uhr habt ihr im Pinzgau das schönste Licht. Wenn dann noch leichter Schneefall dazukommt, entstehen wirklich magische Aufnahmen.

Kleidung und Vorbereitung

Die größte Sorge bei Winterhochzeiten ist verständlicherweise die Kälte. Aber mit der richtigen Vorbereitung wird das Shooting draußen zum Highlight des Tages.

Für die Braut empfehle ich einen eleganten Mantel, Stola oder Cape — das sieht nicht nur wunderschön aus, sondern hält auch warm. Warme Einlegesohlen in den Schuhen sind Gold wert. Und ein Flachmann mit Tee (oder etwas Stärkerem) sorgt für gute Laune zwischen den Aufnahmen.

Wichtig: Wir bleiben nie länger als 15–20 Minuten am Stück draußen. In der Zeit entstehen mehr als genug großartige Bilder.

Locations im Pinzgau

Das Salzburger Land bietet im Winter unzählige Möglichkeiten. Einige meiner liebsten Locations:

  • Ritzensee in Saalfelden — der zugefrorene See mit den Steinbergen im Hintergrund
  • Alte Bauernhöfe — rustikales Holz und Schnee ergeben einen wunderbaren Kontrast
  • Bergstraßen oberhalb von Saalfelden — freie Sicht auf die verschneiten Gipfel

Jede Location hat ihren eigenen Charakter. Bei einem Vorgespräch finden wir gemeinsam heraus, welcher Stil am besten zu euch passt.

Technik bei Kälte

Für die Technik-Interessierten: Kälte ist eine Herausforderung für die Ausrüstung. Akkus entladen sich schneller, und beim Wechsel von kalt nach warm kann Kondenswasser entstehen.

Ich arbeite mit zwei Nikon-Gehäusen und habe immer mindestens vier voll geladene Akkus dabei. Die Kamera kommt erst kurz vor dem Shooting aus der isolierten Tasche — so bleibt sie auf Betriebstemperatur.